Protecting Her

Protecting Her

Liebesroman (18+), Kein Cliffhanger, Länge: 280 Seiten

Er ist der härteste Mordkommissar in Richmond
– niemand hat mehr Fälle gelöst als er.
Aber es gibt einen Fall, den er nicht knacken kann: Sie.

Ein Blick in Jacobs Augen und es war um mich geschehen.
Groß. Mutig. Einschüchternd. Unwiderstehlich Alpha.
Er war anders.
Er sah mich, wie ich wirklich bin.
Er gab mir Geborgenheit und Selbstvertrauen.
All das, was ich seit Jahren suche.

Bis zu jener Nacht.
Die Verletzung in seinem Gesicht.
Der Schlag der Tür, als er wutentbrannt verschwand.
Für immer.

Heute, knapp 3 Jahre später, bekomme ich diesen Brief.
Jemand kennt meine Vergangenheit. 
Die Drohung ist ernst. 
Todernst. 

Es gibt nur einen einzigen Menschen, der mir helfen kann.
Jacob Sawyer.
Ich bin die Letzte, die er sehen will.
Doch ich bin verzweifelt genug, um ihn anzurufen.
Bitte, Jacob. Nimm ab.
Ich brauche dich.

Ein nie aufgeklärter Fall. Eine Frau, die sich befreien möchte von den Schatten ihrer Vergangenheit. Ein Mann, der das Zeug hat, Licht ins Dunkle zu bringen. Der explosiven Anziehungskraft zwischen Jacob und Clara kann sich niemand entziehen: Kopfkino vom Feinsten, prickelnde Romantik und ein Ende, das Sie überraschen wird.

Leser-Anmerkung: 18+

Ab sofort erhältlich:
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Amazon Bewerter

… ein grandioses, tolles, wunderbares, mitreissendes, herzerweichendes, spannendes, knisterndes Buch. 

Was für eine unglaubliche Geschichte.

Die Geschichte von Clara & Jacob ist einfach nur genial.

💥💖 Überwältigend, geht unter die Haut !! 💖💥

Die Story war echt ein Wahnsinn, hat mich gefesselt und begeistert, war mitreißend und ein durch und durch intensives Erlebnis. Eine geniale und spannende Mischung aus Love & Sex & Crime.

Dieses Buch hat was Besonderes.

Ein romantischer Kriminalroman, etwas anders als Ihre anderen Werke, aber ich mag es total. Die Spannung war greifbar, die Hauptpersonen gut getroffen und die Romantik wie auch der Humor lassen nix an Wünschen offen. Das Ende ist verblüffend. Ich selber wäre nie drauf gekommen. 

Wieder ein heißes Buch dieser tollen Autorin. Diesmal liefert sie keine Fantasy sondern einen romantischen Krimi. 

Für alle Fans ein Muss. 

Sensationelles Buch! Ich habe es verschlungen. Auf eine Spannung folgt die nächste. Bis zum Schluss wusste ich nicht, wer denn die kriminellen Fäden aus dem Hintergrund zieht. 

Für mich das bis jetzt beste Buch dieser Autorin.


Trivia zu Protecting Her

Zwei Berufswechsel, drei Enden und zwei Namenswechsel der Heldin – das hat mein neuer Liebesroman Protecting Her hinter sich gebracht, bevor er in der endgültigen Fassung erschienen ist.

Die ursprüngliche Idee war folgende: Eine von Panikattacken und Agoraphobie geplagte Spieledesignerin verarbeitet den Tod ihrer Familie in einer online – Mördersuche. Ich war bereits am Ende des ersten Entwurfs angekommen, als ich herausfand, dass es bereits ein ähnliches Buch gibt. Die Spieledesignerin wurde also durch eine Schriftstellerin ersetzt, die die Vergangenheit verarbeitete, indem sie die Geschichte ihrer Mutter aufschreibt und den Mörder damit in die Falle lockt. Können Sie sich mein Gesicht vorstellen, als ich beim Stöbern über ein Buch stolperte, das meinem haarsträubend ähnlich und bereits seit einiger Zeit auf dem Markt war? Ich habe ein paar Tränen geweint (okay, es waren einige), mein Krönchen gerichtet und aus der Schriftstellerin eine Malerin gemacht. Alles in allem kamen so viele Änderungen hinzu, dass am Ende kaum mehr als das Skelett meiner ursprünglichen Idee übrig war.

Blöd war nur, dass es dem Ende jetzt am gewissen Etwas fehlte. Es war ein gutes Ende, ein rundes Ende, eines, das keine Fragen offen ließ – aber es war kein Jenny-Foster-Ende mit dem besonderen Dreh. Die rettende Idee kam mir, als ich mit meinen beiden Hunden abends unterwegs war und einen Mann in zehn Meter Entfernung ein Kinderlied pfeifen hörte. Sie können sich vorstellen, wie froh ich, war meine beiden schwarzen Bestien bei mir zu haben!Wenn Sie also wissen wollen, warum Clara “Ein Männlein steht im Walde” vor sich hin summt, wann immer sie Stress hat, dann schauen Sie doch mal in mein neues Buch!


Leseprobe Protecting Her

Ich brauche eine Viertelstunde, um mir das zerlaufene Mascara wegzuwischen, ein paar kurze und effektive Übungen zur Muskelentspannung zu machen und um einen Entschluss zu fassen. Jacob … wo soll ich anfangen? Er war meine erste Liebe und der einzige Mann, mit dem ich alt werden wollte. Ich erinnere mich an so viele Augenblicke, in denen ich ihn ansah und staunte, weil er perfekt war. Nicht im Sinne von makellos, oh nein. Jacob hatte seine Macken. Er lebte für seine Arbeit und ließ alles stehen und liegen, wenn ein Kollege ihn um Hilfe bat oder er außer der Reihe angerufen wurde, um einzuspringen. Aber für mich war er perfekt. Stark, geduldig, verständnisvoll – und bestimmend. Er war kein Mann, der sich auf der Nase herumtanzen ließ, weder von Verdächtigen noch von Kollegen oder gar mir. Aber wenn man ihm erklärte, warum man Mist gebaut hatte, dann war er der Erste, der eine helfende Hand ausstreckte.

Die Frage ist, ob ich seine Geduld nicht überstrapaziert habe, als ich mich ohne Begründung von ihm trennte. Ich schickte ihn fort, ich habe ihn sogar belogen. Ich werde nie vergessen, wie mit jedem meiner Worte ein wenig mehr von seiner Liebe starb, bis seine Augen kalt und sein Gesicht vollkommen ausdruckslos waren.

Und ausgerechnet er ist der einzige Mensch, den ich jetzt um Hilfe bitten kann. Was soll ich tun, wenn er mich auslacht oder mir sagt, dass er mir nicht helfen kann? Bevor ich mir noch mehr Horrorszenarien ausmale, in denen Jacob mich zurückweist, wähle ich seine Handynummer. Ich kenne sie immer noch auswendig.

Eine weibliche Computerstimme teilt mir mit, dass die Nummer im Augenblick nicht vergeben ist. Also bleibt mir nichts anderes übrig, als mein Glück in der Zentrale zu versuchen und zu bitten, dass man mich mit Jacob verbindet. Das Herz wird mir schwer und ich zwinge mich, die Zahlen einzutippen. Es ist bereits weit nach Mitternacht, aber wenn Jacob noch ein klein wenig der Mann ist, den ich damals kannte, dann schiebt er Überstunden oder checkt noch einmal, ob irgendwelche Notfälle eingegangen sind. Es tutet, während ich halb hoffe, dass Jacob nicht da ist oder sich der wachhabende Officer weigert, mich mit ihm zu verbinden oder … Jemand hebt ab und meldet sich mit etwas, das sich anhört wie “RmndplicedeptmentOmallamapparat”. Ein paar Sekunden vergehen, in denen ich das Genuschel korrekt als “Richmond Police Department, O’Malley am Apparat” übersetze. 

Ich nenne meinen Namen und meine Adresse. Das Aufzählen von Fakten ist etwas, das mir bei der Bewältigung meiner Angst hilft, aber es soll auch sicherstellen, dass Officer O’Malley mit der sonoren Stimme mich ernst nimmt. “Ich möchte mit Detective Sawyer sprechen. Würden Sie mich verbinden?”

Er wiederholt die Angaben und sagt, dass Detective Sawyer dienstfrei hat. Mein Herz schlägt wie eine dumpfe Trommel. O’Malley fragt, ob er etwas für mich tun kann. Sein deutliches Zögern in der Stimme, als er meinen Nachnamen nennt, ist verständlich. Clara Borden ist der Name, den ich zu Ehren der einzigen Therapeutin, die mir jemals geholfen hat, angenommen habe. Aber es ist auch der Name der Frau, die am 4. August 1892 ihren Vater und ihre Stiefmutter mit unzähligen Axthieben tötete und niemals überführt wurde. Damals dachte ich, es wäre ein passender Name für eine Thrillerautorin.

In Bruchteilen von Sekunden muss ich eine Entscheidung fällen. “Ich habe einen merkwürdigen Brief erhalten”, überwinde ich meine Hemmungen, einem Wildfremden von der Nachricht zu erzählen und schildere kurzatmig und knapp, was ich erlebt habe. Ich komme ganz ohne Gefühlsduselei aus, vermeide Worte wie “mich bedroht fühlen”, “nicht sicher” und versuche, ihn trotzdem den Handlungsbedarf spüren zu lassen, den ich empfinde. Er fragt, ob ich früher schon einmal bedroht wurde und ob vielleicht ein Gerichtsbeschluss gegen einen Ex-Partner vorliegt. Ob es Vorschrift ist, einen neutralen Ausdruck zu wählen, der keinen Rückschluss auf das Geschlecht zulässt? Ich kann förmlich sehen, wie der Mann am anderen Ende der Leitung verzweifelt nach etwas Handfestem sucht. Da ist er nicht allein. Auch ich hätte gerne etwas, auf das ich den Finger legen könnte, zum Beispiel einen Satz wie “Komm sofort ins Café an der Bucks Row, sonst stirbt Miss Nichols”. 

Aber leider bleibt nur das berühmte Bauchgefühl, sonst nichts.

“Es tut mir leid, Miss Borden, aber wenn kein Notfall vorliegt, kann ich leider nichts für Sie tun”, stellt O’Malley fest, ganz wie ich es erwartet habe. “Kommen Sie doch gleich morgen früh vorbei und erstatten Sie Anzeige gegen unbekannt.” Ich schnaube und gebe mir keine Mühe, das Geräusch zu dämpfen. Das Telefonat mit ihm hat mich mehr erschöpft als acht Stunden Arbeit. Ich bin müde und sehne mich nach meinem Bett, aber so leicht werde ich nicht aufgeben. Ich möchte ihm nur ungern sagen, wer ich bin – beziehungsweise wer mein Vater ist und worauf sich die E-Mail bezog – aber zur Not werde ich auch das in Kauf nehmen.

“Und was, wenn doch eine Bedrohung vorliegt?”, frage ich ihn. “Dieses Video war sehr eigenartig und ich glaube nicht, dass die Angst der Frau gespielt war.” 

Jetzt ist es an ihm zu schnauben.

“Ma’am”, sagt er und dehnt das Wort ins Unendliche, bis er gezwungen ist, Luft zu holen. “Ich mache Ihnen einen Vorschlag. Ich gebe Ihnen die E-Mail-Adresse des diensthabenden Detectives und Sie schicken die Nachricht samt Video an ihn. Ich werde ihn in Kenntnis setzen und er wird sich alles bei nächster Gelegenheit anschauen.”

“Nein”, beharre ich, obwohl ich kaum noch die Kraft habe, ihm zu widersprechen. Wie schön wäre es, jetzt einfach Ja und Amen zu sagen und darauf zu vertrauen, dass die Polizei die Sache in die Hand nimmt. “Ich möchte mit Detective Sawyer sprechen, und zwar sofort.” Ich habe langsam genug von ihm. “Ich kann verstehen, dass Sie mir nicht seine private Handynummer geben wollen, aber dann rufen Sie ihn an und sagen Sie ihm, er soll mich zurückrufen.” Im letzten Moment verkneife ich mir ein “er hat meine Nummer”. Es würde alles nur unnötig kompliziert machen, wenn O’Malley weiß, dass Jacob und ich eine gemeinsame Geschichte haben.

“Wie gesagt, ich gebe Ihnen gerne die E-Mail-Adresse des zuständigen Detectives und er wird sich mit Ihnen in Verbindung setzen. Detective Sawyer hat nicht nur frei, sondern ist auch nicht für diese Art von Ermittlungen zuständig”, antwortet er. Ich höre, wie er einen Schluck trinkt, ganz gemütlich, während mir der Schweiß den Rücken herunterrinnt.

“Ich will keine elektronische Nachricht verschicken, ich will mit ihm sprechen, und zwar sofort.”

Ich hoffe sehr, dass O’Malley allmählich genug von mir hat und mich durchstellt und nur um sicherzugehen, dass mein Anruf nicht als der einer Irren in den Akten landet und vergessen wird, setze ich nach: “Wollen Sie derjenige sein, der die Frau hätte retten können, es aber nicht getan hat? Können Sie das mit Ihrem Gewissen vereinbaren?”

Was in Krimis prima funktioniert, hat im echten Leben keine Chance gegen die Dickfelligkeit des Polizisten. “Das kann ich sehr gut, Miss Borden”, gibt er deutlich frostig zurück. “Ich vergeude nämlich nur ungern Ressourcen, die anderweitig besser aufgehoben sind.” Ich öffne den Mund, um etwas zu erwidern, aber im selben Moment höre ich eine dumpfe Männerstimme am anderen Ende, die etwas zu O’Malley sagt. Es raschelt. Er deckt den Hörer oder das Mikrofon seines Headsets mit der Hand ab, erwidert etwas und dann habe ich den anderen Mann in der Leitung.

“Detective Jacob Sawyer hier”, sagt er. Seine Stimme jagt mir eine Gänsehaut über den Körper. Sie ist genau so, wie ich sie in Erinnerung habe: Tief und eine solche Gelassenheit vermittelnd, dass mir unwillkürlich die Knie weich werden vor Erleichterung. Ich bin froh, dass ich sitze, denn die Anspannung weicht so abrupt aus mir, dass ich mich nicht auf den Beinen halten könnte. Wie ist es möglich, dass er mit vier Worten eine solche Autorität vermittelt? “Was kann ich für Sie tun?” Offensichtlich hat der Sergeant ihm nicht gesagt, wer da am anderen Ende wartet, denn er spricht mit mir, als wäre ich eine Fremde.

“Jacob, ich bin’s. Clara.”

Er atmet scharf ein. 

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Cover Photography:
Michelle Lancaster
www.michellelancaster.com