2020

Liebe Leserinnen, liebe Leser,

sind Sie gut ins neue Jahr gekommen? Hat der Alltag Sie schon wieder fest im Griff oder fühlen Sie sich auch noch, als wären Sie aus der Zeit gefallen?

Ich genieße die Zeit der Stille gerade sehr, die rund um die Feiertage herrscht. Nun ja, Stille ist vielleicht etwas übertrieben. Es stimmt zwar, dass wenig Verkehr herrscht und ich auf den Hundespaziergängen kaum jemanden treffe, aber Prinzessin Trude und Haudegen Fidel geben ihr Bestes, dass ich mich nicht allzu sehr an den Frieden gewöhne. Ein Beispiel gefällig?

Gestern kamen die Sternsinger zu uns.

Alles ruhig im Hause Foster

Die Heiligen Drei Könige kennen Fidel inzwischen und wissen, dass sie sein anfängliches Bellen ignorieren können. Er misstraut Leuten mit komischen Kopfbedeckungen zutiefst, außerdem haben sie geklingelt, ohne vorher seine Erlaubnis einzuholen und überhaupt, niemand außer dem Haudegen darf sich König nennen. Trude ist ja erst ein knappes Jahr bei uns und kannte die Sternsinger noch nicht. Und was macht man, wenn singende, verkleidete kleine Menschen vor der Tür stehen? Richtig. Wenn man Trude heißt, wirft man den Kopf in den Nacken und stimmt ein ohrenbetäubendes Wolfsgeheul an, dass die Sternsinger zum Verstummen bringt.

Peinlich, peinlich. Ich glaube aber, sie wollte nur mitsingen.

Alarm – Wer wagt zu klingeln
Im Zweifelsfall mitsingen

Den Segen haben wir trotzdem bekommen. Ob die Heiligen Drei Könige nächstes Jahr wiederkommen, steht aber wohl in den Sternen 😉

Haben Sie die Feiertage auch genutzt, um zu faulenzen und Dinge zu unternehmen, die Ihnen gut tun? Meine Tätigkeit in der meistens stillen Woche bestand vor allem im Fernsehen und Lesen. Ich habe jede Menge Serien und Filme geschaut, weil ich sonst oft zu müde bin, um eine ganze Folge zu sehen. Okay, ich bin auch diesmal auf dem Sofa eingeschlafen, sogar während ich „Sieben“ mit Brad Pitt und einem wahnsinnigen Serienkiller angesehen habe, aber das war auch ziemlich zu Beginn meines Serien- und Filmmarathons. Ich habe es geschafft, in „The Witcher“ hineinzuschauen (der Mann ist eine Augenweide, aber die Geschichte war nicht fesselnd genug um über Folge vier hinauszugehen), „Die purpurnen Flüsse“ als Serie (hm), „Star Trek Discovery“ Staffel 1 (ooooh, sooo viele tolle Plot-Twists), ein bisschen „Buffy“ (warum war ich eigentlich mal in Spike verliebt?). Mein Highlight war “Castle Rock“ frei nach Stephen King, auch wenn die Auflösung am Ende superblöd für mich war und sich anfühlte, als hätte ich einen Käsekuchen bestellt und Erbsensuppe bekommen. Wenn mein Mann es geschafft hat, mir die Fernbedienung zu entreißen, habe ich „Vikings“ halb mitgeschaut – nur halb, weil ich die Schlachtenszenen nicht ansehen kann, aber keinen Auftritt von Rollo verpassen wollte.

Wenn Sie eine Empfehlung für mich haben, welche Serie sich anzusehen lohnt und bei der ich es schaffe, wach zu bleiben, immer her damit!

Ich wünsche Ihnen einen wunderbaren Jahresanfang. Genießen Sie die Verheißung, die Aufbruchstimmung in der Luft, aber vergessen Sie nicht, sich selbst ab und zu etwas Gutes zu tun!

Sie werden bald wieder von mir hören. Ein neuer Liebesroman mit einem außergewöhnlichen Alphamann steht in den Startlöchern, und ich kann es kaum erwarten, meine Freude über dieses Buch mit Ihnen zu teilen.

Liebe Grüße,

Jenny und die schwarzen Bestien

Frohes 🎄 Fest

Liebe Leserinnen und Leser,

ein anstrengendes Jahr neigt sich dem Ende zu und hier bei mir gibt es noch einmal alles: Mein Mann hatte einen Autounfall und das Auto ist Schrott. Das Glas der Herdplatte ist gerissen, was in unserem kochaffinen Haushalt einer mittleren Katastrophe gleichkommt. Mein Doggenmädchen Trude hat Rücken. Ich habe eine Sehnenscheidenentzündung vom wilden Tippen und mein Haudegen Fidel entwickelt echte Machoallüren. Und mein Umfeld ist komplett im Weihnachtsstress – wer wünscht sich was, ist das alles auch genug, was sollen wir kochen, wo bekomme ich einen Öko-Tannenbaum … und so weiter und so weiter.

Ich kann den Jahreswechsel kaum erwarten, das können Sie mir glauben.

Aber wissen Sie was?

All diese Dinge haben mir eines deutlich gezeigt: Glück hat nichts mit Masse oder Geld zu tun, zumindest meistens.

Mein Mann hätte verletzt oder tot sein können, aber es hat nur den rollenden Blechhaufen erwischt. Es sind nur zwei Herdplatten verfügbar? Na und, dann gibt es Weihnachten statt des Drei-Gänge-Menüs eben Gulaschsuppe und zum Nachtisch Zitronencreme. Trude hat keinen Kreuzbandriss wie zum zweiten Mal in diesem Jahr vermutet, sondern Ischias. Sie bekommt Akupunktur und kann schon wieder toben.
Statt zu tippen nutze ich eben ein Diktierprogramm (das immer schwer irritiert ist, wenn die Hunde bellen, aber ein bisschen Verschnitt ist immer).

Und Fidel … nun ja. Ich liebe ihn, wie er ist, ob Macho oder nicht.

Ich glaube fest daran, dass alles Schlimme, was uns zustößt, auch sein Gutes hat. Statt gestresst am Herd zu stehen, werden mein Mann und ich uns mit unserer Familie zusammensetzen und mehr Zeit zum Reden haben. Ich bin (fast) dankbar für die gesprungene Herdplatte und den Schrotthaufen, der einmal ein Auto war, denn diese kleinen und großen Katastrophen in unserem Leben rücken die Perspektive wieder zurecht.

Dankbarkeit ist ein gutes Stichwort. Ich möchte Ihnen nicht nur fröhliche Weihnachten wünschen, sondern auch Danke sagen für Ihre Unterstützung in diesem anstrengenden Jahr. Ohne meine Leser, ohne Sie, gäbe es meine Bücher nicht! Danke von Herzen fürs Vorablesen, fürs Rezensieren, fürs Lesen.

Stellvertretend für mich wünschen meine beiden schwarzen Bestien Ihnen und Ihren Liebsten ein fröhliches Weihnachtsfest mit einem festlichen 5-Sekunden-Clip.

Ehrlich gesagt, habe ich lange geschwankt, ob dieser selbstgebastelte Clip in einem Newsletter für eine professionelle Autorin überhaupt seinen Platz hat. Ich bin nicht sicher, ob er so lustig ist, wie ich ihn finde, mit diesem mürrischen Gesichtsausdruck beider Hunde und den offensichtlichen Applikationen. Vermutlich vernebelt mir die Liebe zu den beiden Flitzepiepen die Sicht (unter uns: ich lache mich buchstäblich jedes mal kaputt, wenn ich mir das Video ansehe, was ungefähr einmal die Stunde der Fall ist). Eine kurze Umfrage in meinem Umfeld ergab eine gemischte Reaktion. Mein Bruder findet es eher witzig, aber es ist kein »Brüller«, mein Mann liebt das Filmchen genau so wie ich und meine Schwiegermutter rät uns, das Lächeln noch mal zu üben. Jetzt dürfen Sie selbst entscheiden, ob Sie es ansehen oder lieber darauf verzichten

In diesem Sinne:
Feiern Sie ein stressfreies, wunderschönes und fröhliches Weihnachtsfest. Kommen Sie gut ins neue Jahr! Wir hören im Januar voneinander.

Herzlichst,
Jenny
und die mürrischen schwarzen Bestien

PS: Auf Instagram können Sie mir noch bis zum Ende des Jahres mitteilen, wie der Rabe aus meinem nächsten Liebesroman heißen soll.

PPS: Ich hätte Ihnen gerne ein Bild von Fidel, Trude und mir mit blinkenden Rentiergeweihen auf dem Kopf geschickt, aber keiner von uns ist geduldig genug, um lange genug stillzuhalten!

PPPS: Hier ist noch das Rezept für die geniale Zitronencreme, ausreichend für 4 Personen:

400 ml Schlagsahne
2 Zitronen (unbehandelte)
100 g Zucker

  1. Die Sahne mit der Hälfte des Zuckers in einem Topf fünf Minuten köcheln lassen.
  2. Die Zitronen waschen und die Schale abreiben (nur die Schale, nicht das Weiße darunter, sonst wird es bitter) und den Saft auspressen. Restlichen Zucker, Zitronensaft und Schale in einem anderen Topf aufkochen, bis sich der Zucker aufgelöst hat.
  3. Die Sahne leicht abkühlen lassen, dann zum Zitronensaft-Zucker-Zitronenschalen-Gemisch geben, sanft verrühren und zehn bis fünfzehn Minuten ziehen lassen. Nicht mehr kochen, auch nicht köcheln!
  4. Die Flüssigkeit durch ein feines Sieb geben und in Dessertgläser verteilen. Im Kühlschrank fest werden lassen.
  5. Die Menge reicht für vier Erwachsene, die bereits eine Hauptspeise im Bauch haben, oder für zwei Erwachsene mit großem Desserthunger.

Wie ich das teuerste Quittengelee der Welt herstellte

Die Abenteuer von Haudegen Fidel und Krümelmonster Trude, Season 1 Episode 1

Liebe Leserinnen, liebe Leser,

kennen Sie das Gefühl, in einer fremden Welt zu leben? Im Juli habe ich Ihnen gebeichtet, dass ich mich manchmal fühle, als wäre ich in einer Geschichte von John Irving gelandet. Drei Monate später habe ich John Irvings Romanwelten verlassen und lebe in der Sesamstraße.

Ich bin nicht sicher, ob das ein Fort- oder ein Rückschritt ist. Fakt ist, dass es in meinem Leben nie langweilig wird.

Kennen Sie die Sesamstraßen-Geschichte von Herbert Leichtfuß, dem Krümelmonster und der monsterschlauen Prüfmaschine? Wenn nicht, sehen Sie sich den kurzen Clip auf YouTube hier an:

Aber von Anfang an.

Vor einigen Tagen bekam ich von meiner Schwiegermutter eine ganze Menge Quitten. Ich liebe diese Kreuzung aus Äpfeln und Birnen, ihren Duft und ihren herben Geschmack. Es gibt kaum etwas Schöneres für mich, als am Sonntagmorgen eine Scheibe Weißbrot mit selbstgemachtem Quittengelee zu essen. Noch besser kann das Sonntagsfrühstück nur werden, wenn es dazu selbstgemachte Croissants oder selbstgemachte Brioche gibt.

Das Gelee war schnell gemacht, und ich hatte am Samstag noch genug Energie, um einen schönen Hefeteig für das Weißbrot anzusetzen. Damit sich der Aufwand auch lohnte, habe ich eine großzügige Menge kalkuliert: 750g Mehl, 1 Paket Butter, 5 EL Zucker, mehr als ein Viertelliter Milch und zwei Pakete Trockenhefe.

Normalerweise stelle ich Hefeteig zum Gehen immer auf die Heizungsanlage. Diesmal jedoch packte ich die Schüssel mit Deckel in eine Decke auf die Couch. Mein Mann meinte, die Wärme wäre dort gleichmäßiger und der Teig würde besser. Vermutlich hat er recht, aber ich werde es nie erfahren – denn als ich das Wohnzimmer verließ, um »mal eben« Wäsche aufzuhängen, hob sich wohl der Deckel durch das entstehende Kohlendioxidgas.

Den Rest kann ich nur raten: Meine Cane Corso Hündin Trude muss durch das Geräusch, mit dem der Deckel sich von der Schüssel löste, aufmerksam geworden sein, hat die Schüssel aus der Wolldecke befreit und sich über ein Kilo gärenden Hefeteig hergemacht. Erwischt habe ich sie nicht, wohl aber meinen Rüden Fidel – mit dem Kopf in der leergeschleckten Schüssel.

Was folgt, können Sie sich vorstellen: Ein Besuch mit beiden (ich wusste ja nicht, wer der Übeltäter war) in der nächsten Tierklinik. Vier Spritzen und 140 Euro später hatte ich zwar keine selbstgebackene französische Brioche, aber dafür eine ziemlich mitgenommene Trude.

Trude nach dem Tierarzt

Der Haudegen Fidel hat alles mit Links genommen (nun, er hatte auch kein Kilo Hefeteig im Bauch). Statt leckerem, fluffigen Weißbrot gab es dann Bananenbrot mit Quittengelee zum Frühstück für meinen Mann und mich.

Trude lauert

Als sich die Sorge um Trude gelegt hatte, fielen mir sofort die Parallelen zum Krümelmonster auf. Trude ist schlau genug, um Zusammenhänge zu erkennen und als Ex-Straßenhund genau so rücksichtslos, wenn es ums Essen geht, was ich nicht hätte vergessen dürfen.

Wenn Ihr Leben ein Film wäre, welcher wäre es? Schreiben Sie mir, ich höre so gerne von Ihnen!

Herzlichst,
Jenny Foster,
aka Herbert Leichtfuß

PS 1: Umgerechnet hat mich das Quittengelee 1,50 € pro Gramm gekostet. Ich kann mich also rühmen, das wohl kostbarste Quittengelee der Welt gegessen zu haben.

PS 2: Mein neuer paranormaler Liebesroman steht kurz vor der Fertigstellung. Im Augenblick liegt er bei meiner Editorin, die ihn ein allerletztes Mal prüft. Mehr Info kommt bald!