Der Gnom

Liebe Leserinnen,

es ist erst ein paar Tage her, dass „Asher: Temptation“ erschienen ist und noch immer lässt mich das Buch nicht los. Ich glaube, dass es vielen Leserinnen genau so geht, denn es trudeln nicht nur die allerschönsten Rezensionen ein, sondern auch viele Fragen.

Eine dieser Fragen, die von meiner Vorableserin Liane eintrudelte, hat mich besonders gepackt. Sie möchte wissen, was es mit dem Gnom auf sich hat, der in Kapitel 35 auftaucht:

„Ich drehe mich um und sehe die Bilder, die mich gestern – war es wirklich erst gestern? – so fasziniert haben. Nichts bewegt sich, egal wie lange ich auf den Nachtmahr starre. Das augenrollende Pferd, das sich aus der Dunkelheit schält, verharrt auf der Leinwand, ebenso wie die deformierte, koboldähnliche Gestalt, die auf der leblos hingegossenen Frau hockt.

Mit wachsendem Unbehagen beobachte ich den Gnom, der es sich auf der Brust der Frau bequem gemacht hat. Aus dem kahlen, runden Schädel quellen die gelbstichigen Augen hervor. Warum sieht er mich an und nicht die Frau?

Der Gnom zwinkert.”

Diese Szene war bereits Teil der allerersten Fassung und sie ist eine der wenigen, die kaum verändert wurden. Es war unglaublich spannend, sie zu schreiben und die alptraumhafte Atmosphäre einzufangen. Aber um das Schreiben an sich geht es heute gar nicht, ich möchte Ihnen vielmehr einen kleinen Einblick in die Funktionsweise eines Autorinnengehirns geben – nein, keine Sorge, es geht hier nicht um einen gehirnchirurgischen Eingriff, sondern um eine etwas ausführlichere Trivia.

Bevor Sie weiterlesen, können Sie sich die Szene auch anhören. Scrollen Sie weiter nach unten und lassen Sie sich die Szene von mir vorlesen. Es ist übrigens kein Ausschnitt aus einem Hörbuch, sondern nur ein Gimmick, eine Mini-Autorenlesung sozusagen.

Ich habe zwar ein Arbeitszimmer, aber das nutze ich eigentlich erst, seit mein Mann im Homeoffice ist. Normalerweise sitze ich am Esstisch, Trude sichert meinen Rücken, Fidel liegt mir zu Füßen. Wenn ich vom Laptop aufschaue, kann ich den Garten sehen. Das mache ich aber nur selten, denn der Blick hinaus ruft mir nur ins Gedächtnis, wie viel Arbeit dort immer liegenbleibt. 

Schauen Sie lieber gemeinsam mit mir nach rechts:

Der Nachtmahr – mein täglicher Begleiter beim Schreiben. 

Gnom im Detail – Und ja, der Gnom schaut mich an und wenn ich nicht genug Worte schaffe, droht er mir mit einem Besuch. 😉

Können Sie sich vorstellen, dass mir beim Schreiben nicht einmal bewusst war, woher das Bild in Ashers Wohnung kommt? Tag für Tag sitze ich an meinem Arbeitsplatz und sehe dieses Bild und merke nicht einmal, dass ich es in einen Roman eingebaut habe.

Gefällt es Ihnen, dieses Werk von Johann Heinrich Füssli, oder finden Sie es eher beängstigend? Oder trifft beides zu? Es trägt übrigens den Titel „Nachtmahr“ und ist der Schwarzen Romantik zuzurechnen. Die Reproduktion hängt in meiner Wohnung, weil ich mit diesem Bild auch ein sehr romantisches Geschenk von meinem Mann verbinde. Im Frankfurter Städelmuseum gab es nämlich vor Jahren eine Ausstellung zur Schwarzen Romantik, und der letzte Tag der Ausstellung fiel mit meinem Geburtstag zusammen. Als ich morgens aufwachte, hatte mein Mann bereits Zugtickets gekauft und drei Stunden später war ich im Himmel. Im schwarzen Himmel, wohlgemerkt. Ich habe dieses Bild gesehen und es hat mich seitdem niemals losgelassen, wie auch einige andere (ein weiteres hängt beim Arbeiten hinter mir und konnte sich nicht so leicht in Ashers Geschichte einschleichen, sonst würden Sie jetzt eine Vampirgeschichte lesen.)

Edvard Munch, Vampir. Auch eines meiner Lieblingsbilder!

Der Besuch im Städelmuseum war eines der schönsten Geburtstagsgeschenke, das ich jemals bekommen habe.

Wenn Sie mehr über das Bild, seine Interpretation und über Füssli lesen wollen, schauen Sie sich diesen Artikel des Städelmuseums in Frankfurt an, er ist großartig und ziemlich unterhaltsam:

Vielleicht – und darauf hat mich die E-Mail einer anderen Leserin gebracht – hat der Nachtmahr aber auch deshalb seinen Weg in „Asher: Temptation“ gefunden, weil Asher unsere Alpträume und Geister wie den Gnom vertreiben kann. Doch damit begnügt er sich nicht. Asher hilft Trish, die von einem Schatten verfolgt wird, mit ihrer Vergangenheit Frieden zu schließen. Dies ist das größte Geschenk, das man einem anderen Menschen machen kann, finde ich.

Alles Liebe von 

Jenny xxx

PS 1: Sie sehen, wie wichtig Ihr Feedback für mich ist, deshalb: Schreiben Sie mir!

PS 2: Ich lese hier zwei Teile aus „Asher: Temptation“:

Trish:

Der Gnom:

Auf der Suche nach Asher

Kommen Sie, wir machen einen Spaziergang durch Ashbrooke und suchen diesen einzigartigen, unvergleichlichen Mann. Die Stadt, in der er seit acht Jahren lebt, liegt im Mittleren Westen der USA und reicht bis an die Ufer des Leech Lakes. Asher ist einer von fünf Cops, die in Ashbrooke für Recht und Ordnung sorgen. In Ashers Fall müsste man vielleicht sagen, dass er für Gerechtigkeit sorgt, denn Recht und Gerechtigkeit sind nicht immer das Gleiche. Gleich hier vorne liegt das Polizei Hauptquartier. Wenn wir uns gegenüber auf die Bank setzen, werden wir ihn früher oder später zu Gesicht bekommen.

Moment – warten Sie. Ich höre das dumpfe Dröhnen eines Motorrads. Ist er das? Nein, das ist Harley von der Death’s Army, der lokalen Bikergang. Im Schritttempo fährt er am Gebäude vorbei, in dem die Polizei untergebracht ist. Das macht der rotbärtige Riese gerne, um Chief Hackett, Ashers Boss, zu provozieren. Harley und Asher haben schon so einiges zusammen erlebt, aber das sind Geschichten für andere Tage.

Heute warten wir auf den geheimnisvollsten und attraktivsten Mann von ganz Ashbrooke. Wo bleibt er nur? Es gibt eigentlich nur zwei Dinge, die ihn aufgehalten haben können: Eine schöne Frau in seinem Bett oder ein Fall.

Ich glaube, ich höre ihn. Der satte Klang des Auspuffs und das gleichmäßige, sonore Dröhnen dieses Motors gehören unverkennbar zu Asher Jacksons Maschine. Sehen Sie, da ist er auch schon und bremst genau vor dem Hauptquartier. Sein langer Ledermantel hebt sich mit der Bewegung, als er von der chromglänzenden Maschine steigt. Für einen Moment sehen wir nur sein Profil, halb bedeckt von der langen Strähne, die ihm ins Gesicht fällt, dann dreht er sich um und schaut direkt zu uns herüber.

Ich muss mir alle Mühe geben, nicht zusammenzuzucken unter dem stechenden Blick seiner blauen Augen, aber ich sage mir, dass ich nichts getan habe, was seinen Unmut erregen könnte. 

Kann es sein, dass auch Sie ein bisschen blass um die Nase geworden sind?

Für einen Augenblick starrt Asher Jackson zu uns herüber, dann lockern sich seine Schultern und ein schmales, kaum wahrnehmbares Lächeln huscht über sein Gesicht. 

Ich stelle mir vor, wie es wäre, von diesem Mund geküsst zu werden, zu fühlen, wie aus der harten, schmalen Linie Lippen werden, die mehr fordern und noch mehr … ah, entschuldigen Sie, aber Asher Jackson verführt jede Frau zum Träumen – auch mich. Ich freue mich, dass Sie nicht mehr blass sind, sondern im Gegenteil ihre Wangen wieder Farbe bekommen haben.

Asher zwinkert uns zu. Dann verschwindet er im Hauptquartier der Polizei.

Für heute haben wir genug gesehen. Wenn Sie wissen wollen, was Asher an diesem Tag erwartet, können Sie es im zweiten Band der Grim-Reihe nachlesen. Zum Buch mit dem Titel „Asher: Temptation“ geht es hier entlang.

Au revoir und danke für Ihre Gesellschaft! Ich hoffe, Sie und ich, wir sehen uns bald wieder in Ashbrooke.

Asher: Temptation ist live

Liebe Leserinnen, liebe Leser,

für den Bruchteil einer Sekunde hatte ich überlegt, ob ich Ihnen heute einfach nur die harten Fakten mitteilen soll, die da lauten: Mein neues Buch ist live und ab sofort können Sie Ashers Geschichte lesen. Aber ach! Erstens, bleibt da der Spaß am Spiel mit den Worten und am Lesen auf der Strecke und zweitens hat Asher Jackson, Detective und Jäger der Schatten, mehr verdient als das.

Also, die Fakten kennen Sie jetzt. Was die Emotionen angeht … nun, sind Sie bereit, einen Mann kennenzulernen, der wie kein anderer ist?

Wenn Sie Grim gelesen haben, wissen Sie, wessen Sohn Asher ist. Doch ihn lediglich als „Sohn von“ zu beschreiben, hieße ihm Unrecht zu tun. Asher Jackson ist viel mehr als das Produkt zweier Menschen, die sich lieben.

Am besten beschreiben ihn diese drei Fakten:

Asher Jackson ist ein Mann, der niemals aufgibt.  

Zweitens ist er der Mann, der die Geister der Toten aufspürt und sie mit Hilfe seiner dunklen Seite ins Jenseits schickt.

Und drittens ist er ein ziemlich gutaussehender Mann. Sehen Sie selbst:

Es ist schon nicht unkompliziert, die ersten beiden Dinge unter einen Hut zu bringen, aber ein Mann wie Asher Jackson liebt es nicht nur, eine Mission zu haben, er braucht sie. Zusammen mit dem Jäger, seinem schattenhaften Spiegelbild, jagt er skrupellose Killer und die Toten, die noch eine Rechnung mit den Lebenden offen haben. Er ist der Mann, der Ordnung ins Chaos bringt und für Gerechtigkeit sorgt.

Normalerweise bietet auch Punkt drei keinen Anlass zu Sorgen. Doch als die Journalistin Trish Wright in Ashbrooke auftaucht, nimmt Asher Jacksons Leben eine Wendung, die niemand, am wenigsten er selbst, voraussehen konnte. Trish ist nicht nur hartnäckig und smart, sie ist auch verdammt heiß. So heiß, dass nicht nur Asher sie will, sondern auch der Jäger in ihm. Unter der kalten Berührung des Jägers und der heißen Liebkosung Ashers erkennt Trish, dass eine Nacht bei weitem nicht genug ist, um die einmal entfachte Leidenschaft zu stillen. Doch Asher Jackson ist nicht bereit, sein verstörendes Geheimnis zu teilen, selbst dann nicht, wenn Trish stark genug wäre, um sowohl Ashers helle als auch seine dunkle Seite zu umarmen.

Niemand weiß besser als Asher, dass dort, wo Licht ist, auch Schatten herrscht. Als er entdeckt, dass Trish vom Schatten eines Toten verfolgt wird, weiß er: Er muss handeln. Und zwar schnell, bevor die Frau, die er begehrt, von der Dunkelheit verschlungen wird.

Zum Buch geht es hier entlang: Kindle & Print
Mehr Info und Leseprobe

Ich wünsche Ihnen viel Vergnügen beim Lesen. Erzählen Sie mir gerne, wie Ihnen Asher und seine Geschichte gefallen haben und auch, ob Sie mehr von ihm hören möchten.

Alles Liebe,

Jenny

Grim-Reihe:
Band 1: Grim
Band 2: Asher: Temptation
Band 3: Asher: Destiny (November 2020)

Asher kommt … ganz bald!

Liebe Leserinnen, liebe Leser,

den heutigen Newsletter mit einer Formulierung im Betreff zu beginnen, bei der meine Lektorin im Dreieck springen würde, lässt sich leider nicht vermeiden. Ich weiß genau, was sie sagen würde: »Ganz bald« gibt es nicht, entweder findet etwas »bald« statt oder eben nicht. Aber manchmal muss man fünf gerade sein lassen, finde ich. »Ganz bald« trifft nämlich haargenau mein Gefühl von Vorfreude und gespannter Erwartung.

Also, Asher kommt. Und zwar schon im nächsten Monat, im August. Sie wissen, was das heißt? Ja? Heute bekommen Sie das exklusive Teaserkapitel aus »Asher: Temptation« zu lesen (PW: asher). Dieser kurze Text hat alles, was Sie aus meinen Büchern kennen: Einen Alpha Mann mit besonderen Fähigkeiten, der so heiß ist, dass er die Buchseiten in Flammen aufgehen lässt. Eine Frau, die ihm an Intelligenz, Stärke und Anziehungskraft in nichts nachsteht. Ein Geheimnis, das die beiden lüften müssen, wenn sie … ah, meine Lippen sind versiegelt. Lesen Sie selbst. Ich bin sehr gespannt auf Ihr Feedback!

Ein Blick aufs Cover

Eine meiner Behauptungen können Sie sofort überprüfen, ohne in den Teaser hineinlesen zu müssen. Meine Illustratorin Rinna hat sich wieder einmal selbst übertroffen, finde ich:

Abb. COVER Asher: Temptation

Sie sehen, ich habe nicht übertrieben, was Ashers Anziehungskraft angeht.

Er hat es mir nicht leicht gemacht, ihn auf Papier zu bannen, aber das macht Asher zu einer der faszinierendsten Männer in meinen Romanen und hat mich dazu inspiriert, Band 3 der Grim-Reihe gleich im Anschluss zu schreiben.

Es gibt also eine weitere gute Nachricht: Auch der Erscheinungstermin für den nächsten Roman mit Asher steht bereits fest. Nach einer kurzen Wartezeit geht es im November 2020 weiter mit »Asher: Destiny«.

Jetzt wünsche ich Ihnen aber erst einmal viel Spaß mit dem Einstieg in Ashers Leben.

Alles Liebe von

Jenny